Veranstaltungsplan

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Termin Thema Weitere Infos
22. April Definition und Klassifikation von Emotionen
29. April Behavioristische und psychoanalytische Emotionstheorien
06. Mai Kognitiv-physiologisch und attributionale Theorien der Emotion
13. Mai Evolutionspsychologische Theorien / Gesichtsausdruck
20. Mai fällt aus Pfingstmontag
27. Mai Susanna Re: Mimisches Audrucksverhalten demenzkranker Pflegeheimbewohnerinnen: Eine praktische Anwednugn des Facial Coding Systems (FACS)
03. Juni Methoden der Emotionsmessung und Emotionsinduktion
10. Juni Biopsychologische Grundlagen der Emotion
17. Juni Trauer
24. Juni Eifersucht
01. Juli Ekel, Glück und Flow
08. Juli Emotionen in Medien und in der Werbung
15. Juli Integrationversuch der Emotionstheorien und der besprochenen empirischen Befunde / Nachbesprechung , Evaluation

Termin

Themen

Überblicks-
literatur

Empirische Arbeiten

Essaythemen/Fallbeispiel

22. April 2002

 

 

 

Formalien

Scheinkriterien

Vorstellung des Veranstaltungsplans

 

Definition und Klassifikationen von Emotionen

 

 

Otto, J.H., Euler, H.A. & Mandl, H. (Hrsg.) (2000). Emotionspsychologie. Weinheim: PVU (S. 11-45).

 

Essay 1)
Unterscheiden sich die Alltagsdefinitionen von Gefuhl, Emotion, Stimmung von wissenschaftlichen Definitionen?>

 

Essay 2)
Sie haben Besuch von einem amerikanischen Freund und schauen sich zusammen den Film "Panic Room" an. Mitten im Film sagt Ihr Freund "It gives me a shiver".

Was das bedeutet, ist Ihnen unklar. Der Film ist auch zu spannend um weitere Fragen zu stellen. Nach dem Film würde es Sie aber schon interessieren, wie Ihr Freund den Film empfand. Konkret wollen Sie herausfinden, ob der Film bei ihm ähnliche Emotionen hervorgerufen hat. Welche Probleme ergeben sich bei der Beantwortung der Frage? Ist die Frage "Haben zwei Personen ähnliche Emotionen?" wissenschaftlich überhaupt zu lösen? Wenn ja, wie? Wenn nein, warum nicht?

 

 

 

 

29. April

 

 

Behavioristische und psychoanalytische Emotionstheorien

 

Ab 17.15 Uhr Fragebogenaktion von Claudia Uthmann zum Konzept "Soziale/Emotionale Intelligenz"

Otto, J.H., Euler, H.A. & Mandl, H. (Hrsg.) (2000). Emotionspsychologie. Weinheim: PVU (S. 64-75).

 

Meyer, W.-U., Schützwohl, A. & Reisenzein, R. (1993).Einführung in die Emotionspsychologie>. Bern: Huber (S. 43-86).

Öhmann, A. & Mineka, S. (2001). Fears, phobias, and preparedness: Toward an evolved module of fear and fear learning. Psychological Review 108, 3, Special Issue, 483-522.

Essay 3)
Können komplexe Gefühle wie Liebe, Eifersucht, Trauer oder Scham (im Sinne des Behaviorismus ) tatsächlich als Phänomene betrachtet werden, die allein durch Belohnung und Bestrafung entstehen?

Rolls, E.T. (2000). Precis of The brain and emotion. Behavioral and Brain Sciences, 23, 177-234.

 

Essay 4)
Nach psychoanalytischer Sichtweise sollte das Ausleben von Emotionen und das Ausdrücken von Emotionen zu einer Triebreduktion führen. Wie kann diese Sichtweise mit der evolutionspsychologischen Sichtweise der Emotionen sensu Darwin in Einklang gebracht werden?o:p

 

06.
Mai

 

 

 

Kognitiv-physiologische und attributionale Theorien der Emotion

 

Meyer, W.-U., Schützwohl, A. & Reisenzein, R. (1993). inführung in die Emotionspsychologie>. Bern: Huber (S. 90-202).

 

Otto, J.H., Euler, H.A. & Mandl, H. (Hrsg.) (2000). Emotionspsychologie. Weinheim: PVU (S. 106-116).

Beck, R.C., C. Gibson, et al. (1988). False physiological feedback and emotion: Experimenter demand and salience effects. Motivation and Emotion, 12, 217-236.

 

Strack, F., Martin, L. et al. (1988). Inhibiting and faciliating conditions of the human smile: A nonobtrusive test of the facial feedback hypothesis. Journal of Personality and Social Psychology, 54, 5  768-777.

 

 Reinecker, H. & Gattinger, E. (1992). Fehlattribution und Erregungstransfer: Eine Studie zur Induktion und Intensivierung von Emotionen. Verhaltenstherapie, 2, 6-12.

Steins, G. & Weiner, B. (1999). Der Einfluss der wahrgenommenen Verantwortlichkeit und Persönlichkeitseigen-schaften auf die emotionalen und Verhaltensreaktionen gegenüber Menschen mit AIDS. Journal of Social Psychology, 139, 487-495.

 

Stepper, S. & Strack, F. (1993). Propriozeptive Determinaten emotionalen und nicht-emotionaler Gefühle. Journal of Personality & Social Psychology, 64, 211-220.

Essay 5)
"Lächele und Dir geht es gut" – Stimmt diese Behauptung?

 

Essay 6)

Inwiefern kann Anstrengung beim Sport das Paarbindungsverhalten erleichtern?

13.
Mai

Evolutions-psychologische Theorien / Gesichtsausdruck

Meyer, W.-U., Schüan>tzwohl, A. & Reisenzein, R. (1999). ScEinführung in die Emotionspsychologie>. Band II. Bern: Huber (S. 14-138 u. 158-185).

Ekman, P. & Friesen, W.V. (1971). Constants across cultures in the face and emotion. Journal of Personality and Social Psychology, 17, 124-129.

           

Ekman, P. (1995). Are there basic emotions. Psychological Reviews, 99, 550-553.

 

Ekman, P. &. Friesen, W.V. et al. (1987). Universals and cultural differences in the judgement of facial expressions of emotions. Journal of Personality and Social Psychology, 53, 712-717.

 

Fernandez-Dols, J. M. & Ruiz-Belda, M.A. (1955). Are smiles a sign of happiness? Gold medal winners at the olympic games. Journal of Personality and Social Psychology, 69, 1113-1119.

           

Fridja, N.H. (1995). Expressions, emotion. neither, or both. Cognition & Emotion, 9, 617-635.

Essay 7)

Die Ekman-Russell- Debatte:

Gibt es eine Universalittä des emotionalen Gesichtsausdrucks?p

 

Russell, J. A. (1995). Facial expressions of emotion. What lies beyond minimal universiality. Psychological Bulletin, 118, 379-391.

           

Russell, J. A. & Fehr, B. (1994). Fuzzy concepts in a fuzzy hierarchy: Varieties of anger. Journal of Personality and Social Psychology 67, 186-205.

 

Russell, J. A. (1994). Is there universal recognition of emotion from facial expression? A review of the cross-cultural studies. Psychological Bulletin, 115, 102-141.

 

Essay 8)

Aus Sicht der Evolutionstheorie haben sich evolutionäre psychische Mechanismen entwickelt, die dazu dienen, ein bestimmtes adaptives Problem zu lösen. Hier durch wird – im Sinne Darwins - die Fitness erhöht und sichert langfristig die Arterhaltung. Die frühzeitige Wahrnehmung einer Aggression anhand des Gesichtsausdrucks hat also eine biologische Funktion. Nicht nur die Emotionsfacetten (Ausdruck, physiologische Veränderungen, Handlungstendenzen etc.) bei der handelnden Person, sondern auch das Erkennen der Emotion bei anderen Person scheinen sich evolutionär entwickelt zu haben.>

So gesehen liegt der Verdacht nahe, dass neben der visuellen Wahrnehmung von Emotionen auch Wahrnehmungssysteme beteiligt sind, die phylogenetisch älter sind, beispielsweise der Geruchssinn. Die Frage ist also: Kann man die Gefühle anderer Personen auch erriechen?

Chen, D. & Haviland-Jones, J. (2000). Human olfactory communication of emotion. Perceptual & Motor Skills, 91, 771-781.

20.
Mai

 

 

 

Pfingstmontag, keine Veranstaltung

 

Peretti, P.P. (1980) Holiday depression in young adults. An International Journal of Psychology in the Orient, 23, 251-255. J

 

27.
Mai

Susanna Re:


Mimisches Ausdrucks-verhalten demenzkranker Pflegeheim-bewohnerinnen. Eine praktische Anwendung des Facial Coding Systems (FACS)

Literatur wird noch bekanntgegeben.

03.
Juni

Methoden der Emotionsmessung und Emotionsinduktion

Otto, J.H., Euler, H.A. & Mandl, H. (Hrsg.) (2000). Emotionspsychologie. Weinheim: PVU (S. 395-478).

Report Psychologie, 27,Bouhuys, A. L., Bloem, G. M. et al. (1995). Induction of depressed and elated mood by music influences the perception of facial emotional expressions in healty subjects. Journal of affective disorders, 33, 215-226.

 

Mecklenbräuker, S. & Hager, W. (1986). Zur experimentellen Variation von Stimmungen.Zeitschrift für Experimentelle und angewandte Psychologie, 33, >71-94.

 

Sokolowski, K. (1992). Emotionsinduktion ohne Bewu§theit und Verhaltensänderung ohne Absicht. eitschrift für Experimentelle und angewandte Psychologie 39,-344.

Essay 10)

Ihr Wunsch ist in ErfŸllung gegangen: Im Rahmen eines Praktikums haben Sie die Gelegenheit, einen Einblick in die AktivitŠten des Benetton-Konzerns zu bekommen. Sie sind in der Marketingabteilung in Ponzano (Italien) eingesetzt. Ihre Aufgabe besteht darin, die emotionalen Konsumerlebnisse beim Anblick von Werbeplakaten zu bestimmen. In diesem Jahr sollen zum zehnjŠhrigen Bestehen der Benetton-Werbung die Skandal-Plakate aus dem Jahr 1992 wieder verwendet werden. Man ist sich aber unklar, welches Poster die stŠrkste Emotionen hervorruft und welche Emotionen hervorgerufen werden:

Wie wŸrden Sie experimentell die QuantitŠt und QualitŠt der folgenden Plakate messen?

David Kirvy: Sterbender AIDS-Kranker (1992)

Electric chair (1992)

Essay 11)

Mit welchen Methoden lassen sich ădemand characteristicsÒ bei der Emotionsinduktion sinnvoll reduzieren?

10. Juni

Biopsychologische Grundlagen der Emotionen

Otto, J.H., Euler, H.A. & Mandl, H. (2000). Emotionspsychologie. Weinheim: PVU (S. 498-518).

 

Pinel, J.P. (1990). Biopsychology. Boston: Allyn & Bacon (S. 573-603).

Lesetipp:
LeDoux, J. (2001). Das Netz der Gefühle.>

Essay 12)

Welche Bedeutung haben Endorphine in der Emotionsmodulation?

 

Essay 13)

Gibt es eine Hemisphärendominanz bei der Emotionsentstehung und Emotionserkennung?>

17. Juni

Trauer

Stroebe, W. (1992). Breavment and  processes of adjusting to the loss of a partner. In: L. Montada, S.-H. Filip & M.L. Lerner. Life crises and experiences of loss in adulthood (p. 3-22). Hillsdale: Erlbaum.

           

Stroebe, W. & Hansson, R.O. (1993). Handbook of bereavement. Cambridge: University Press.

Littlefield, C.H. & Rushton, J.P. (1986). When a child dies: the sociobiology of bereavement. Journal of Personality and Social Psychology, 51, 797-802.

 

Archer, J. (1988). The sociobiology of bereavement. A reply to Littlefield and Rushton. Journal of Personality and Social Psychology, 55, 272-278.

Krause, R. (1994). Verlust, Trauer und Depresion: †berlegungen auf der Grundlage der Emotionsforschung. Zeitschrift für psychosomatische Medizin und Psychoanalyse, 40, 324-340.

Essay 14)

Hat Trauer einen evolutionären Nutzen?>

Welche AlternativerklŠrung gibt es fŸr diese Emotion?

 

Essay 15)

Ist die Entdeckung von Trauerphasen für die Trauernden hilfreich?>

 

24. Juni

 

 

 

Eifersucht

 

Psychokino 26.06.2002:
"Eyes wide shut
"

 

 

 

 

 

Meyer, W.-U., Schützwohl, A. & Reisenzein, R. (1999). inführung in die Emotionspsychologie. Band II>. Bern: Huber (S. 185-199).

 

 

Buss, D. M. (2001). Eifersucht: Warum wir das Feuer schüren. sychologie heute, 28, 34-37.

Buunk, B. P. & Angleitner, A. (1996). Sex differences in jealousy in evolutionary and cultural perspective. Psychological Science, 7, 359-363.

 

DeSteno, D. A. & Salovey, P. (1996). Evolutionary origins of sex differences in jealousy. Psychological Science, 7, 367-372.

           

DeSteno, D. A. & Salovey, P. (1996). Genes, jealousy, and the replication of misspecified models. Psychological Science, 7, 376-377.

Essay 16)

Welche Faktoren könnte neben dem Geschlecht aus evolutionspsychologischer Sicht die Art und die Intensität der Eifersucht beeinflussen?

 

Dijkstra, P. & Buunk, B.P. (2001). Sex differences in the jealousy-evoking nature of a rival«s body bild. Evolution & Human Behavior, 22, 335-341.

 

 

 

 

Essay 17)
Welche Erklärung könnte es für Geschlechtsunterschiede bei Eifersucht in homosexuellen Beziehungen geben?  

Harris, C. R. (2002). Sexual and romantic jealousy in heterosexual and homosexual adults. Psychological Science, 13, 7-12.

01. Juli

 

 

Ekel,

 

Csikszentmihalyi, M. (1999). If we are so rich, why aren`t we happy? American Psychologist, 54, 821-827.

Essay 18)

Kann man Glück messen?

 

Essay 19)

Welche Emotionstheorie erklärt am besten die Entstehung und die Modifikation von Ekelreaktionen?

08. Juli

Emotionen in Medien und  in der Werbung

Silberer G. (1999). Die Stimmung als Werbewirkungsfaktor. Marketing, 21, 131-148.

 

 

Vorderer, P (1997).

Action, Spannung, Rezeptionsgenuss. In: M. Charlton & S. Schneider. Rezeptionsforschung. Opladen: Westdeutscher Verlag.

Hazlett, R. L. (1999). Emotional response to television commercials. Journal fo advertising research, 39, 7-16.

 

Bekmeier, S. (1992). Wie steuert man Emotionen mit Bildern? Werbeforschung & Praxis, 37, 84-89

 

 

 

 

Essay 20)

Behavioristische Theorien würden vorhersagen, dass eine Tendenz besteht, angstauslösende Situationen zu vermeiden. Im Bereich des Fernsehkonsums fällt jedoch auf, dass es genügend Personen gibt, die sich gezielt aufregenden, spannenden und angstinduzierenden Filmen aussetzen.

Wie ist das erklärbar?>

 

Essay 21)

Welche emotionalen Folgen hat(te) der 11. September kurz- und langfristig? Welche Emotionstheorie könnte am ehesten die emotionalen Folgen erklären?

 

LeDoux, J.E. & Gorman, J.M. (2001). A call to action: Overcoming anxiety through active coping. American Journal of Psychiatry, 158, 12, 1953-1955.

 

Perina, Kaja (2002). Hot on the trail of flashbulb memory. Psychology Today, 35, 15.

 

Scurfield, R: M. (2002) Commentary about the terrorist acts of September 11, 2001: Posttraumatic reactions and related social and policy issues. Trauma Violence & Abuse, 3, 3-14.

 

Rosenheck, R. (2002). Reactions to the events of September 11. New England Journal of Medicine, 346, 629.

 

Essay 22)

Denken Sie noch einmal an die Benetton-Plakate (03.Juni). Wie schätzen Sie die psychologische Wirkung solcher Plakate ein?>

Welche psychologischen Theorien sprechen für und welche Befunde gegen die Annahme, dass solche Plakate geeignet sind das Konsumentenverhalten zu beeinflussen?an>

15.
Juli

Integrationsversuch der Emotionstheorien und der besprochenen empirischen Befunde.

 

Nachbesprechung, Evaluation.

Otto, J.H., Euler, H.A. & Mandl, H. (Hrsg.) (2000). Emotionspsychologie. Weinheim: PVU (S. 157-161).